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Der Beginn des Albtraums

Über zehn Jahre lang sprach mein Körper eine Sprache, die niemand wirklich übersetzen zu wollen schien. Alles begann, als ich zwanzig war: ein endloser Kreislauf aus Juckreiz, vulvärem Brennen und Blasenentzündungen, die nach jedem Geschlechtsverkehr pünktlich wiederkehrten.
Lange Zeit lebte ich in einem Schwebezustand aus vorübergehenden Behandlungen; ich nahm nur für sehr wenige Tage Antibiotika ein, die Symptome verschwanden eine Weile und kamen dann unweigerlich zurück.

Vertiefung: Schäden durch Antibiotika

 

Meine Geschichte

Ich heiße Luciana, bin heute 32 Jahre alt, und erst jetzt verstehe ich, dass jene Jahre, in denen ich das Problem nur „überbrückte“, still und leise den Boden für eine Realität bereiteten, die ich mir niemals hätte vorstellen können: die chronische Endometritis.
Oft neigen wir dazu, Blase, Vagina und Gebärmutter als getrennte Bereiche zu betrachten, doch die Wahrheit ist, dass der Urogenitaltrakt ein einheitliches und tief miteinander verbundenes System ist. Eine Infektion, die als einfache Blasenentzündung oder vulväre Entzündung beginnt, kann, wenn sie nicht korrekt eradiziert wird, nach oben aufsteigen. Sehr häufig kann man tatsächlich auf sexuell übertragbare Krankheiten oder gewöhnliche Infektionen stoßen, die, wenn sie vernachlässigt werden, zu einer anhaltenden Entzündung des Endometriums führen. Ich spreche von Erkrankungen, die Bakterien wie Chlamydien, Ureaplasma oder Mykoplasma betreffen: stille Erreger, die die Gebärmutter besiedeln können und eine scheinbar vorübergehende Störung in eine chronische Endometritis verwandeln.

 

Die Suche nach einer Schwangerschaft

Als ich mit dreißig begann, eine Schwangerschaft anzustreben, die nie eintrat, verwandelte sich dieses körperliche Unbehagen in eine enorme emotionale Last. Jede Untersuchung schien „im Normbereich“ zu sein, doch das Schweigen der Gebärmutter erzählte eine andere Geschichte. Der Wendepunkt kam dank einer Hysteroskopie mit Endometriumbiopsie, der einzigen Untersuchung, die über die Oberfläche hinausblicken kann, indem sie nach Plasmazellen (Marker CD138) sucht. Der Befund war ein Schock: Chronische Endometritis. Ein unsichtbarer Feind, der etwa 10–15 % der Frauen betrifft, die sich ein Kind wünschen, und bis zu 60 % derjenigen betreffen kann, die wiederholte Implantationsfehlschläge erleben.
Die Therapie erfordert Geduld. Ich habe 14 Tage Breitbandantibiotika durchlaufen, doch der Weg ist individuell: Es gibt Frauen, die deutlich längere Behandlungen benötigen, sogar bis zu zwei Monate. Es ist ein gemeinsamer Kampf als Paar, denn die Behandlung muss auf den Partner ausgeweitet werden, um den „Ping-Pong“-Effekt der Bakterien zu vermeiden, wobei während der gesamten Dauer des Zyklus geschützter Geschlechtsverkehr eingehalten wird. Trotz der Behandlungen ist mein Weg noch bergauf; zwei Jahre sind zwischen Untersuchungen und Wartezeiten vergangen, eine Zeit, die schwer wiegt und dich oft zutiefst allein fühlen lässt.
Gerade in der Dunkelheit dieser Einsamkeit habe ich nach anderen Stimmen gesucht.

 

Die Bedeutung der sozialen Medien im Heilungsprozess

Dank der sozialen Medien habe ich Silvana kennengelernt, die denselben Weg wie ich ging. Gemeinsam hatten wir nach Gruppen gesucht, die über Endometritis sprechen, fanden jedoch nur Gruppen zur Endometriose, die eine völlig andere Erkrankung ist. Da wir uns unsichtbar fühlten, war es schließlich Silvana, die mir vorschlug, unseren eigenen Raum zu eröffnen. Zwischen uns entstand eine wunderbare Freundschaft: der Beweis dafür, dass soziale Medien Menschen auch auf tiefgehende Weise verbinden können.

Unsere Facebook-Gruppe ist erst vor Kurzem entstanden, sie ist noch klein, wächst aber jeden Tag mit der Hoffnung, keine Frau mehr allein fühlen zu lassen. Es ist ein Ort, an dem man sich austauschen, seine eigene Erfahrung teilen und Meinungen miteinander teilen kann. Ich möchte jedoch eine grundlegende Sache klarstellen: Unser Angebot ist eine menschliche und gemeinschaftliche Unterstützung; wir ersetzen in keiner Weise Ärzte oder Gynäkologen, an die man sich für Behandlungen immer wenden muss. Wir möchten lediglich eine ausgestreckte Hand für diejenigen sein, die diesen Weg gehen.
Wenn auch du deine Geschichte teilen oder den Austausch suchen möchtest, erwarten wir dich in unserer Facebook-Gruppe: Unfruchtbarkeit chronische Endometritis.

 

Heute bin ich fest davon überzeugt, dass die chronische Endometritis eine häufige Ursache von Unfruchtbarkeit ist, die ans Licht gebracht werden muss. Gib dich nicht mit oberflächlichen „Alles ist in Ordnung“ zufrieden, wenn du spürst, dass dein Körper dir etwas anderes sagt. Dem Problem einen Namen zu geben ist der erste Schritt, um gemeinsam wieder Hoffnung zu schöpfen.

 

geschrieben von Luciana Ventura